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Jung und engagiert in Dresden - Auszubildende wollen Ehrenamt fördern

04.07.2019

Pavel Rupp, Sebastian Rauh und Andre Siegismund, Auszubildende des 1. Lehrjahrs sowie Anne Bibas von UNICEF und Anett Dahl vom Stadtjugendring Dresden e.V. (v.l.) Foto: SRH/Sandra Hönicke

In einem gemeinsamen Projekt mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen – UNICEF und dem Stadtjugendring Dresden e.V. untersuchten Auszubildende des Berufsbildungswerkes Dresden, wie junge Menschen für ein Ehrenamt begeistert werden können.

Ehrenamt ist eine sehr gute Sache. Menschen, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren, tun das, weil es ihnen eine Herzensangelegenheit ist, weil es sie bereichert und glücklich macht. Und ganz nebenbei stärkt Ehrenamt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Allerdings ist Ehrenamt nicht selbstverständlich. Vor allem junge Menschen engagieren sich seltener als ältere. Warum das so ist, wollten die UNICEF-Arbeitsgruppe Dresden und der Stadtjugendring Dresden e.V. herausfinden und initiierten gemeinsam mit dem SRH Berufsbildungswerk Dresden das Projekt "Jung und engagiert in Dresden".

Seit Oktober 2018 arbeiteten Auszubildende des Berufsbildungswerkes Dresden mit Mitgliedern von UNICEF Dresden und dem Stadtjugendring zusammen, um Antworten zu finden.

Insgesamt beteiligten sich zehn Auszubildende des Ausbildungsberufes Kaufmann/frau für Büromanagement des 1. Lehrjahres an dem Projekt. Sie erarbeiteten eine Umfrage, die per Mail verschickt wurde. Neben Fragen nach der Motivation für ein Ehrenamt, den Erwartungshaltungen an eine ehrenamtliche Arbeit und den Hindernisgründen sich ehrenamtlich zu engagieren, spielten auch die Themen gesundheitliche Beeinträchtigung und Barrierefreiheit eine Rolle.

Teilgenommen haben 167 Menschen im Alter zwischen 13 und 29 Jahren. Die Antworten wurden gesammelt, ausgewertet und Empfehlungen für Ehrenamtsanbieter abgeleitet. In einer Abschlusspräsentation am 24. Juni 2019 stellten die Projektteilnehmer die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vor. Die Lehrlinge entwarfen beispielsweise eine Liste, welche Inhalte eine Ehrenamtsbeschreibung haben sollte, damit die Hemmschwelle niedriger ist, dieses Ehrenamt anzunehmen. Sie gaben Empfehlungen auf welchen sozialen Medien, welchen Plattformen und auf welchen Werbemitteln für Ehrenamt geworben werden sollte, um junge Menschen zu erreichen. Die Umfrage zeigte unter anderem auf, dass Schulen stärker in die Bewerbung von ehrenamtlichem Engagement eingebunden werden sollten.

Anne Bibas von UNICEF war von der Projektpräsentation begeistert: "Ich bin überrascht, wie schnell die Auszubildenden die Ergebnisse ausgewertet haben. Ihre Empfehlungen werden uns helfen, mehr junge Menschen in Dresden davon zu überzeugen, in einem Ehrenamt aktiv zu werden. Denn ehrenamtliches Engagement ist nicht nur Grundlage für viele gesellschaftliche Bereiche, es trägt auch zur Persönlichkeitsbildung junger Menschen bei. Wir sind den Teilnehmern sehr dankbar für ihr Engagement und haben die Zusammenarbeit als ausnahmslos bereichernd und positiv empfunden."