Zur Übersicht
  • News

SRH Berufsbildungswerk Dresden eröffnet eigenen Kiosk

Kalendereintrag
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SRH Berufsbildungswerkes Dresden stehen am neu eröffneten Kiosk. Eine Auszubildende schneidet zur Eröffnung ein blaues Band durch.

Im SRH Berufsbildungswerk Dresden können junge Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen seit diesem Lehrjahr den Beruf der Verkäuferin und des Verkäufers erlernen. Um gleich von Anfang in die Praxis einzusteigen, bekamen die Auszubildenden die Aufgabe, einen eigenen Kiosk zu betreiben. 

Christiane Flohr, Abteilungsleiterin für die kaufmännisch-verwaltende Ausbildung über den Start des Kiosks: „Wir wollten mit der Eröffnung nicht warten, bis es auf dem Papier perfekt ist, wir wollten jetzt loslegen und dann Schritt für Schritt dazulernen, bis es perfekt ist.“ Es war deshalb nur eine kleine Eröffnungsfeier, die Ausbilderinnen und Ausbilder zusammen mit ihren Lehrlingen gestern im Berufsbildungswerk Dresden feierten. Dennoch ist es ein großer und wichtiger Schritt für die Ausbildung.

„Verkäuferinnen und Verkäufer sind sehr begehrt auf dem Arbeitsmarkt und können in sehr vielen Bereichen eingesetzt werden. Deswegen ist es wichtig, dass wir unseren Auszubildenden viele Facetten dieses Berufes zeigen“, sagt Kathleen Brückner, Geschäftsbereichsleiterin des SRH Berufsbildungswerkes Dresden über den neuen Ausbildungsberuf. „Den Beruf bieten wir als gestreckte Ausbildung an, das heißt unsere Auszubildenden bekommen mehr Zeit dafür. Sie lernen drei, statt zwei Jahre wie es diesem Beruf eigentlich üblich ist.“

Lea Sophie Thöne ist eine der neuen Auszubildenden. Sie ist seit März 2021 im Berufsbildungswerk. Sie startete mit einer Berufsvorbereitung und möchte nun Verkäuferin werden. „Ich habe ursprünglich Diätassistentin gelernt, aber dieser Beruf passte überhaupt nicht zu mir. In der Berufsvorbereitung im Berufsbildungswerk habe ich mich ausprobiert und herausgefunden, dass die Arbeit als Verkäuferin genau das Richtig für mich ist.“ Sie wird in ihrer Ausbildung lernen, wie Waren eingekauft und Preise kalkuliert werden, sie wird lernen Beratungs- und Verkaufsgespräche zu führen, Schaufenster zu dekorieren oder Waren einzuräumen.

Was liegt da näher, als das alles schon jetzt zu trainieren? „Mit unserem kleinen Kiosk können unsere Auszubildenden gleich mit der Praxis starten“, sagt Jenny Schiese. Die gelernte Einzelhandelskaufrau ist erst ein paar Tage bei der SRH und für die Ausbildung der Verkäuferinnen und Verkäufer verantwortlich. Sie begleitet den Aufbau des Kiosks. „Meine Azubis sind sehr motiviert und freuen sich auf diese Aufgabe.“ Der Kiosk besteht vorerst aus einem großen Warenregal und ist immer donnerstags von 8.30 bis 9.30 und von 11.30 bis 14.30 Uhr geöffnet. „Wir bieten zum Beispiel Süßwaren, Getränke, Halthaltwaren und Hygieneartikel an. Aber unser Sortiment soll Stück für Stück breiter werden“, sagt Auszubildende Lea Sophie Thöne. Sie freut sich sehr auf die neue Aufgabe. „Wir müssen die Waren einkaufen und kalkulieren, wie hoch der Preis im Kiosk sein muss, wir müssen die Waren auspreisen, wir müssen unsere Kunden beraten und natürlich kassieren.“ Also genau die Tätigkeiten, die sie auch in ihrem späteren Job erledigen wird. „Wir werden auch versuchen herauszufinden, welche Bedarfe es gibt und welche Artikel gefragt sind, damit wir unser Angebot anpassen können.“

Perspektivisch ist vieles denkbar. „Wir haben schon über die Möglichkeiten gesprochen, auch gekühlte Waren anzubieten oder unsere Waren auch in einem Online-Shop zu präsentieren, damit die Waren vorbestellt werden können“, sagt Ausbilderin Jenny Schiese. Auch die Öffnungszeiten sollen erweitert werden, indem weitere Auszubildende aus anderen Berufszweigen involviert werden.

Im Kiosk einkaufen kann jeder. Im Moment richten sich die Angebote aber vorrangig an die Auszubildenden und Mitarbeitenden auf dem Campus. Aber auch Kunden der Physiotherapie oder Bewohnerinnen und Bewohner des nahegelegenen Seniorenheims können perspektivisch im Kiosk einkaufen. „Wir sind noch am Anfang und unser Kiosk wird stetig wachsen und sich verändern. Baulich wird noch viel passieren. Wir planen noch eine große Eröffnung nach den Winterferien 2023. Dann wird sich hier schon wieder viel verändert haben. Wichtig war aber, dass wir einen Anfang gemacht haben.“, sagt Christiane Flohr optimistisch.